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Arnika (Arnica montana)  
Arnika (arnica montana), Foto: Bernd Jacob Die unter Naturschutz stehende Pflanze, ein Asterngewächs, ist in ganz Europa auf Bergwiesen und Almen heimisch. Wer Arnika einmal auf einer Bergwiese gesehen hat, wird sie nie mehr vergessen, so ähnlich sie in Bau und Aussehen anderen gelben Korbblütlern sein mag. Arnika blüht von Juni bis August. Die goldbraune Blütenmitte ist umgeben von einem lockeren Kranz von Zungenblüten. Immer ein wenig zerzaust stehen die Blütenköpfe in ihrem warmen tiefen Gelb. Der aufrechte, mit Drüsenhaaren versehene Stängel wächst aus einer dem Boden anliegenden Blattrosette heraus und trägt ein bis zwei Paar gegenständige Blätter. In der Achsel des oberen Paares befinden sich zwei weitere Blütenanlagen. Unverwechselbar aber ist der aromatisch-würzige, angenehme Duft der Pflanze. Ein Blütenblättchen zwischen den Fingern zerrieben, beschwört eine ganze Sommerseligkeit.

Die Arnika ist reich an heilenden Kräften, wie wir das auch aus ihrem eigentlichen deutschen Namen Bergwohlverleih herauslesen, obwohl dieser weniger mit Wohl als mit Wolf zu tun haben soll. Die Pflanze enthält u.a. ätherisches Öl, Bitter- und Gerbstoffe und wirkt auf Muskeln, Bindegewebe, Gefäße, Magen, Darm, Herz und Kreislauf.

Von ihren entzündungshemmenden und wundheilenden Eigenschaften wird viel Gebrauch gemacht. Ihre größte Bedeutung hat die Arnika wohl in der äußeren Anwendung bei Blutergüssen, Zerrungen, Verstauchungen sowie bei rheumatischen Muskel- und Gelenkschmerzen. Hier stehen Tinkturen und Salben für Einreibungen und Umschläge zur Verfügung. Die Salbe soll jedoch nicht auf offene Hautdefekte gebracht werden, und auch bei Verwendung der Tinktur ist eine gewisse Vorsicht am Platze. Sie darf nie unverdünnt verwendet werden, da Arnika einen stark hautreizenden Stoff enthält. Für die innere Verabreichung von Arnika-Zubereitungen gilt natürlich das gleiche. Bei zu hoher Dosierung können örtliche Reizwirkungen im Magen-Darm-Bereich auftreten, die zu Vergiftungserscheinungen führen. Es empfiehlt sich deshalb, im Falle innerlicher Anwendung auf eine homöopathische Verdünnung (D4, D6) zurückzugreifen, bei der die Gefahr nicht besteht, die Heilwirkung jedoch erhalten bleibt. Zur Herstellung von Arnika-Präparaten werden Blüten, Wurzeln und auch die ganze Pflanze benutzt. Arnika steht unter Naturschutz!

Anwendung:
Zu Umschlägen und Einreibungen 3 Esslöffel Arnika-Tinktur auf 1 Liter gekochtes Wasser geben, zum Gurgeln bei Mandelentzündung 10-20 Tropfen Tinktur auf 1 Glas Wasser. Arnika-Salbe wird mehrmals täglich auf die entsprechenden Hautpartien aufgetragen; sie kann auch zu Einreibungen benutzt werden. Nicht bei offenen Hautstellen verwenden!
(c, #000078) Foto Bernd Jacob

(c, #800091) Text Gabi Herzog

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