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Erlebnisbericht und Fotos von
Harry
Conrad
Teilnehmer: Guido, Andreas
"Rampichino in Ticino"
Um italienisch zu lernen, ist solch eine Biketour im Tessin
ideal. Speziell unser "Dres" hat die Geduld seiner italienisch
sprechenden Gesprächspartner sehr gefordert. Uns kam es zu Gute: Dres hat
die Hütten reserviert, Kontakte zu den Hüttenwirten hergestellt und
jedem der wissen wollte oder nicht, erklärt welcher Gipfel der
Monte-Rosa-Gruppe in der Ferne zu sehen ist :-))
Wir hatten viel Spaß mit seinen und unseren Sprachversuchen ...
Doch von Anfang an: Die kleine aber hochmotivierte Truppe fuhr flüssig
die lange Rampe des Monte Tamaro hinauf, bis zur
Capanne Tamaro. Ein sehr
schnuckelige Hütte deren Vorzüge man sich auf den letzten Kilometern
hart erkämpfen muss. Wir ließen uns verwöhnen und nahmen dann die
ultralange-genial-anspruchsvolle Trailabfahrt hinab nach Arosio unters
Profil.
Von der Abfahrt berauscht und noch früh am Tag unterwegs, wollen wir
mehr: wir fuhren hinüber zur Monte Lema Bahn, ließen uns komfortabel
nach oben liften und quartierten uns in der Bergstation ein. Die Aussicht
von der Terrasse wurde nur noch übertroffen von der Aussicht am Monte
Lema selbst - einfach unglaublich!
Noch ein ultralanger, genialer Trail überraschte uns nach dem leider
typisch italienischen Frühstück. Wir fuhren eine kleine Ewigkeit hinab
ins Tal des Flusses Magliasina. Wieder hinauf nach Arosio, über
verschieden Dörfer bis Lugano und den sehr schönen Waldtrail hinter
Curregia bergauf um steil bergab Richtung Sonvico zu rollen.
Die letzte Auffahrt des Tages zog sich meist moderat aber lange hinauf
zur Capanne Pairolo, wo uns - wen wunderts? - eine wiederum geniale
Aussicht auf den Lago empfing. Die SAC-Hütte war wesentlich schöner als
die Bergstation der letzten Nacht. Mit bester Verpflegung, sinnigen
Sprüchen und unterhaltsamen Spielen verging der Abend.
Das Frühstücks-Müsli hing uns schwer im Magen bei der steilen Auffahrt
zur Botta di San Bernardo. Doch die folgende Trail-Abfahrt nach San Lucio
ließ alle Qual wieder vergessen.
Von San Lucio nach Rifugio Monte Bar fuhren wir nicht: wir schwebten.
Ein traumhafter Höhentrail von fast 10 km Länge durch den Westhang
des Gazzirola versetzte uns in Verzückung. Die Aussicht vom Balkon des
Rifugio auf den Lago nicht minder.
Und was soll ich sagen: die Ab- und Überfahrt nach Isone setzte dem
ganzen die Krone auf. Erneut schönste Trails. Mal extrem fordernd, mal
herrlich entspannend.
Die Jungs und ich hatten mächtig Spaß. Am Wetter, der Aussicht, den
Trails, den Einheimischen und mit einander.
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