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Erlebnisbericht von
Harry Conrad
Teilnehmer Sektion Oy:
Marie-Luise Hipp, Harry
Teilnehmer Sektion Donauwörth: Guido, Hans, Thomas, André, Herri
Mountainbiketour Karwendel, August 2003
Freitag, 22.08.03
Guido und ich (wir kennen uns von der
Ausbildung zum DAV-Fachübungsleiter MTB) wollten unbedingt gemeinsam ins
Karwendel. Von ursprünglich 15 Teilnehmern schmolz die Gruppe, Unlust-
und krankheitsbedingt, auf schlussendlich 6 Mann und eine Frau zusammen.
Luise und ich machten uns frühzeitig am Freitag von Mittenwald aus auf
den Weg. Mit der anderen Gruppe wollten wir uns Abends auf dem
Karwendelhaus treffen. Das Wetter spielte mit, Luise nahm all ihren
Ehrgeiz zusammen, und so hat alles geklappt wie geplant. Bald traf auch
der Rest der Truppe ein: schnell waschen und Abendessen. Es war dermaßen
voll im Speisesaal, dass wir uns fast einen Stuhl zu zweit hätten teilen
müssen. Doch das fördert die Kontaktaufnahme. So hatten wir einen sehr
lustigen Abend.
Samstag, 23.08.03
Nach dem etwas einfachen Frühstück dauerte es erst einmal eine ganze
Weile, bis alle ihre kleinen Wehwehchen an den Bikes in Ordnung gebracht
hatten. Dann jedoch hielt uns nichts mehr. Hinauf zum Hochalmsattel und
die endlose Abfahrt zum Kleinen Ahornboden hinunter. Die anschließende
Bachbettdurchquerung und der schöne alte Karrenweg machten sehr viel
Freude. Vor der heftigen Steigung an der Ladizalm kapitulierten die
meisten. Wir hatten an diesem Tag ja auch noch mehr vor, so war Kräfte
sparen durchaus vernünftig. Während der Querung unterhalb den
Lalidererwänden hätte sich André fast mit einem Wanderer in die Wolle
gekriegt. Kurz darauf legte sich Thomas in der Abfahrt zu Boden.
Ein
schönes Erlebnis war der kurze Ratsch mit den Hirten der Lalidereralm;
auch wenn sie ihr Bier nicht heraus rückten. Reine Formsache, also Spaß
pur, war die folgende Abfahrt ins Rißtal. Vor der Auffahrt zum Plumpsjoch
stärkten wir uns noch einmal. Einen enormen Schub für die Moral, waren
Guido´s Gummibärchen. Die sanfte Steigung zur Plumpsjochhütte
überforderte niemanden. Trotzdem freuten wir uns alle über ein
ausgiebiges Mittagessen.
Herri ging´s es an dem Tag nicht so gut, also fuhr
er auf kürzestem Weg hinab ins Rißtal und nach Vorderriß. Wir anderen
sanken im Sturzflug auf der alten Militärpiste zur Gernalm, um bald
darauf vor der fast unlösbaren Aufgabe des Schleimssattels zu stehen.
Schieben war die Fortbewegungsart der Wahl. Doch auch hier ließ die
Belohnung nicht ewig auf sich warten. Wir hatten sehr viel Spaß, bis auf
Luise´s kleinen Ausflug ins Gebüsch, auf der Abfahrt durch´s endlose
Bächental. Zum Schluss noch ein kurzes Mannschaftszeitfahren von Fall
nach Vorderriß und nichts wie hinein in die Dusche. Die Küche des
Gasthaus Post wurde nicht zu knapp beansprucht von uns. Ein lauer
Sommerabend im Biergarten hält auch müde Biker bis 22 Uhr wach.
Sonntag, 24.08.03
Für den Sonntag entschied sich die Truppe für eine gemäßigte
Tagesetappe, direkt über die Fereinalm nach Mittenwald. Gemütlich warm
rollen bis Hinterriß und dann auf schönem alten Karrenweg hinauf zur
Vorderbacher Au. Am schönsten ist es jedoch im Flussbett des Bärnbachs.
Unendliche Schotterbänke links und rechts des Baches, überragt von
steilen Felsgestalten. Nach längerer Rast rief jedoch die Fereinalm und
ihr hervorragender Kuchen. Hans und André sind vorgefahren und haben wohl
schon länger gewartet. Die abschließende Abfahrt und der Rückweg
über die Aschaualm nach Mittenwald waren sehr gemütlich und der gerade
richtige Ausklang der Tour. Bevor man sich verabschiedete, kehrten wir ein
letztes Mal gemeinsam ein. Für´s nächste Jahr haben Guido und ich schon
ein neues Ziel im Auge: eine 3-Tages-Runde in den Berchtesgadenern.
Die ausführliche
Tourenbeschreibung der Karwendelrunde findet Ihr bei BikeAndHike. Dort
gibt's noch mehr Fotos, ein Höhenprofil und eine Bewertung.
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Luise auf den letzten Metern
zum Karwendelhaus
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