DAV Oy/Allgäu \ Natur & Umwelt \  Alpenblumen Rosen
Echter Seidelbast (Daphne mezereum)  
Echter Seidelbast (Daphne mezereum), Foto: Bernd Jacob Echter Seidelbast (Daphne mezereum) macht oft schon durch seinen intensiv, süßen Geruch auf sich aufmerksam, bevor man ihn sieht. Man findet ihn häufig im humusreichen, feuchten Boden von lockerem Wald der Voralpen, aber auch hinauf bis zur Baumgrenze. Oft steht der Echte Seidelbast schon im Februar in sonnigen Lagen in voller Blüte, wenn ringsum noch Schnee liegt. Die Blätter erscheinen erst deutlich nach den auffällig rosaroten, vierzipfeligen Blüten.


Achtung: Alle Teile der Pflanze sind stark giftig. Vor allem vor den auffallend roten Früchten sollte man Kinder warnen. Schon eine Berührung kann zu starken Hautreaktionen führen. In der Homöopathie wird der Echte Seidelbast bei Herpes und juckenden Hauterkrankungen genutzt.

weitere Volksnamen:
Kellerhals, Gewöhnlicher Seidelbast

Echter Seidelbast (Daphne mezereum), (c) Foto 2: H. Winter auf www.naturerleben.bund-hessen.de DAV-Pflanzengeschichte:
Einzige heimische Art mit Blüten direkt am Stängel (bei Tropenpflanzen sehr verbreitet). Stark duftend. Alle Teile sind giftig, schon wenige Früchte tödlich. Name Kellerhals vom würgenden Gefühl bei Vergiftungen. Bei Berührung der frischen Zweige sind Hautreizungen und blasige Geschwüre möglich. Bettler fügten sich mit dem Saft des Seidelbasts Wunden zu, um Mitleid zu erregen. Bachstelzen und Drosseln sind gegen das giftige Fruchtfleisch anscheinend immun und speien die Steinkerne wieder aus, sie tragen dadurch zur Verbreitung bei.

(c, #800072) Diese liebevoll erstellten Porträts heimischer Bergblumen stammen aus der Feder unseres ehemaligen Apothekers unseres Kneippkurorts Bernd Jacob
(c, #800051) In Verbindung mit den Pflanzengeschichten von Annette Saitner vom DAV ( Deutscher Alpenverein) in München ein besonderes botanisches Vergnügen.
(c, #000014) Foto 1:  Bernd Jacob
(c, #000027) Foto 2: Herwig Winter auf www.naturerleben.bund-hessen.de
zum Seitenanfang