Echter Seidelbast (Daphne
mezereum) macht oft schon durch seinen intensiv, süßen Geruch auf sich
aufmerksam, bevor man ihn sieht. Man findet ihn häufig im humusreichen,
feuchten Boden von lockerem Wald der Voralpen, aber auch hinauf bis zur
Baumgrenze. Oft steht der Echte Seidelbast schon im Februar in sonnigen Lagen in voller Blüte,
wenn ringsum noch Schnee liegt. Die Blätter erscheinen erst deutlich nach
den auffällig rosaroten, vierzipfeligen Blüten.
Achtung: Alle Teile der Pflanze sind stark giftig. Vor allem vor den
auffallend roten Früchten sollte man Kinder warnen. Schon eine Berührung
kann zu starken Hautreaktionen führen. In der Homöopathie wird der Echte
Seidelbast bei Herpes und juckenden Hauterkrankungen genutzt.
weitere Volksnamen:
Kellerhals, Gewöhnlicher Seidelbast
DAV-Pflanzengeschichte:
Einzige heimische Art mit Blüten direkt am Stängel (bei Tropenpflanzen
sehr verbreitet). Stark duftend. Alle Teile sind giftig, schon wenige
Früchte tödlich. Name Kellerhals vom würgenden Gefühl bei Vergiftungen.
Bei Berührung der frischen Zweige sind Hautreizungen und blasige Geschwüre
möglich. Bettler fügten sich mit dem Saft des Seidelbasts Wunden zu, um
Mitleid zu erregen. Bachstelzen und Drosseln sind gegen das giftige Fruchtfleisch
anscheinend immun und speien die Steinkerne wieder aus, sie tragen dadurch
zur Verbreitung bei.
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