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Edelweiß (Leontopodium alpinum)  
Edelweiß (Leontopodium alpinum), Foto Bernd Jacob Diese "Königin der Alpenblumen" war bereits auf einem guten Weg zur Ausrottung bei uns, bevor intensive Schutzmaßnahmen dies verhinderte. Obwohl ganz anders aussehend zählt das Edelweiß (Leontopodium alpinum) zur gleichen Familie wie die Silberdistel. Sie ist eine charakteristische Pflanze der steilen Grashänge unserer Kalkberge in Höhen von über 2000 Metern. 

Die typische Blüte hat in der Mitte 5-8 Körbchen von Röhrenblüten und darum einen Kranz von 5-15 schmalen weißfilzigen Hochblättern umgeben. Die ganze Pflanze ist von einer dichten silbrigen Behaarung als Schutz vor Austrocknung überzogen. In jüngster Zeit konnte im Edelweiß ein natürlicher UV-Lichtschutz gefunden werden.


GESCHÜTZT !!

weitere Volksname:
Wollblume, Bauchwehbleamerl, Irlweiß, Almsterndl, Federweiß, Chatzedöpli, Fodaweiß, Hanetabbe, Jagerbleaml, Wullenblume, selten auch Silberstern und Wülblume (in der Schweiz)

DAV-Pflanzengeschichten:
Symbol der Alpen schlechthin, ist jedoch keine alteingesessene Alpenpflanze, sondern ein Zuwanderer aus den sibirischen Steppen und erst in der letzten Eiszeit zu uns gekommen. Name: von dichtfilziger, weißer Behaarung (griech. leon = Löwe, podion = Füßchen) als UV- Schutz und/oder Transpirationsschutz. Blüte: nur Scheinblüte, Schaufunktion durch die dicht weißfilzigen Hochblätter, die eigentlichen Blüten sitzen zu vielen Hunderten inmitten des Sterns beisammen. Der blendend weiße Schimmer auf den Hochblättern entsteht dadurch, dass tausende kleine Luftbläschen an dem vielfach durcheinander gewirkten, krausen Haar das einfallende Licht reflektieren (Signal für Honig suchende Insekten, außerdem Verdunstungsschutz).

Edelweiß (Leontopodium alpinum), Foto Bernd JacobEdelweiß (Leontopodium alpinum), Foto Bernd Jacob

(c, #800060) Diese liebevoll erstellten Porträts heimischer Bergblumen stammen aus der Feder unseres ehemaligen Apothekers unseres Kneippkurorts Bernd Jacob
(c, #800041) In Verbindung mit den Pflanzengeschichten von Annette Saitner vom DAV ( Deutscher Alpenverein) in München ein besonderes botanisches Vergnügen.
(c, #000009, #000051, #000052) Fotos Bernd Jacob
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