Diese "Königin der Alpenblumen" war bereits auf einem guten Weg
zur Ausrottung bei uns, bevor intensive Schutzmaßnahmen dies verhinderte.
Obwohl ganz anders aussehend zählt das Edelweiß
(Leontopodium alpinum) zur gleichen Familie wie die
Silberdistel. Sie ist eine charakteristische Pflanze der steilen Grashänge
unserer Kalkberge in Höhen von über 2000 Metern.
Die typische Blüte hat
in der Mitte 5-8 Körbchen von Röhrenblüten und darum einen Kranz von
5-15 schmalen weißfilzigen Hochblättern umgeben. Die ganze Pflanze ist von
einer dichten silbrigen Behaarung als Schutz vor Austrocknung überzogen. In
jüngster Zeit konnte im Edelweiß ein natürlicher UV-Lichtschutz gefunden
werden.
GESCHÜTZT !!
weitere Volksname:
Wollblume, Bauchwehbleamerl, Irlweiß, Almsterndl, Federweiß, Chatzedöpli,
Fodaweiß, Hanetabbe, Jagerbleaml, Wullenblume, selten auch
Silberstern und Wülblume (in der Schweiz)
DAV-Pflanzengeschichten:
Symbol der Alpen schlechthin, ist jedoch keine alteingesessene Alpenpflanze,
sondern ein Zuwanderer aus den sibirischen Steppen und erst in der letzten
Eiszeit zu uns gekommen. Name: von dichtfilziger, weißer Behaarung (griech.
leon = Löwe, podion = Füßchen) als UV- Schutz und/oder
Transpirationsschutz. Blüte: nur Scheinblüte, Schaufunktion durch die
dicht weißfilzigen Hochblätter, die eigentlichen Blüten sitzen zu vielen
Hunderten inmitten des Sterns beisammen. Der blendend weiße Schimmer auf
den Hochblättern entsteht dadurch, dass tausende kleine Luftbläschen an
dem vielfach durcheinander gewirkten, krausen Haar das einfallende Licht
reflektieren (Signal für Honig suchende Insekten, außerdem
Verdunstungsschutz).

|